Startseite Bereiche Besucherinfo Lageplan Reiseberichte FAQ Tickets kaufen

Die Medusa-Köpfe

Mysteriöse Skulpturen aus byzantinischer Zeit

Nordwestlicher Bereich
Besuchsdauer: 10 Minuten
Nordwestlicher Bereich der Zisterne
ca. 10 Minuten
Top-Sehenswürdigkeit

Das Geheimnis der Medusa-Köpfe

Im nordwestlichen Teil der Basilika-Zisterne verbergen sich zwei der rätselhaftesten Fundstücke Istanbuls: zwei riesige Marmor-Medusa-Köpfe, die als Sockel für zwei Säulen dienen. Die Entdeckung dieser Skulpturen ist bis heute einer der aufregendsten archäologischen Funde in der Zisterne.

Die Medusa war in der griechischen Mythologie eine Gorgone mit Schlangenhaaren, deren Blick Menschen zu Stein verwandeln konnte. In der antiken Welt wurden Medusa-Darstellungen oft als apotropäische Symbole verwendet – also als Schutzzeichen, die böse Geister abwehren sollten.

Medusa-Kopf in der Basilika-Zisterne Istanbul

Wie wurden sie positioniert?

Was Archäologen und Besucher besonders fasziniert, ist die ungewöhnliche Ausrichtung der beiden Köpfe. Einer der Medusa-Köpfe liegt auf der Seite, der andere steht auf dem Kopf. Verschiedene Theorien versuchen, diese Positionierung zu erklären:

  • Abwehr des bösen Blicks Die Köpfe wurden absichtlich verkehrt herum platziert, um die verfeindete, verfluchende Kraft der Medusa zu neutralisieren.
  • Praktische Bauentscheidung Die Köpfe wurden einfach als wiederverwendetes Baumaterial (Spolien) eingesetzt – die Ausrichtung war nebensächlich, wichtig war nur die Höhe der Säulenbasis.
  • Bewusstes Täuschungsmanöver Christliche Bauherren wollten die heidnischen Symbole entehren, indem sie diese umgekehrt als bloße Baumaterialien verwendeten.

Herkunft der Köpfe

Die genaue Herkunft der Medusa-Köpfe ist unbekannt. Historiker vermuten, dass sie ursprünglich Teil eines antiken Gebäudes oder Monuments aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. waren und beim Bau der Zisterne im Jahr 532 n. Chr. als Spolien wiederverwendet wurden. Diese Praxis – die Wiederverwendung von Baumaterialien aus älteren Gebäuden – war in der byzantinischen Bauzeit sehr verbreitet.

Beide Köpfe sind aus weißem Marmor gehauen und messen jeweils etwa 90 cm × 90 cm. Sie befinden sich unter Wasser und wurden erst bei der Restaurierung der Zisterne im Jahr 1985 vollständig freigelegt.

Fotografen-Tipp

Die Medusa-Köpfe befinden sich in einem der dunkelsten und stimmungsvollsten Bereiche der Zisterne. Für optimale Fotos: ISO 1600–3200, Blende f/2.8–f/4, Schutterzeit 1/15–1/60. Ein Mini-Stativ ist sehr empfehlenswert. Blitz ist nicht erlaubt.

Bereit für Ihren Besuch?

Sichern Sie sich Ihre Tickets online und vermeiden Sie lange Warteschlangen.

Tickets kaufen Besucherinfos
Tickets kaufen